| Häufchen Elend
(05.07.2008)
Es wirke schon ein bisschen verloren, das Häufchen Rechter, die heute in Oldenburg demonstrierten. Keine 60 Neonazis standen rund 2000 Polizisten und etwa 1200 Gegendemonstranten gegenüber. Auf ihrer circa 1000 Meter langen Demonstrationsstrecke von ZOB zum Pferdemarkt wurden die Rechten herzlich von einer Gruppe Aufrechter in Höhe der alten Donnerschweer Straße empfangen - Wurfgeschosse und eine Rauchbombe gab's zur Begrüßung. Ansonsten hatten die staatlichen Ordnungskräfte den Kundgebungsort der Rechten weiträumig abgesperrt, so dass die Gegendemonstranten keine Chance zur Störung hatten. Dafür störte das Havana, vor dem die rechte Kundgebung abgehalten wurde, die Kundgebung angenehm lautstark mit Klezmer-Musik (jüdische Volksmusik). Leider setzten die Uniformierten das Recht auf eine ruhestörungsfrei Kundgebung durch.
Ein bisschen ärgerlich, dass die Linken, nachdem die Rechten per Bundesbahn die Huntestadt verlassen hatten (die meisten der Neonazis kamen nicht aus Oldenburg), gewaltsam gegen die Uniformierten und gegen Schaufensterscheiben vorgegeangen sind. Da zeigte sich leider, dass der Unterschied zwischen rechter und linker Engstirnigkeit so groß nicht ist.
Zur Statistik aus dem Polizeibericht: "Es gab zehn Festnahmen. Insgesamt wurde wegen Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, Beleidigungen und Widerständen gegenüber Polizeibeamten 27 Strafverfahren gegen Anhänger der linken Szene eingeleitet. Zwei Ermittlunsgverfahren werden gegen Unbekannt geführt, da im Bereich des Demonstrationsgeschehens zwei Container in Brand gesetzt wurden. Nach bisherigen Erhebungen gab es am Einsatztag zwei leicht verletzte Polizeibeamte und einen leicht verletzten Demonstranten."
'Nen paar Bilder von der Demo gibt's hier zu sehen.
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